Gesponserter Beiträge sind eine Form von Werbung die jegliche Authentizität eines Blogger nachhaltig zerstört.

Gesponserter Beiträge, das ist so eine spezielle Form von Werbung die ich absolut nicht mag oder gar leiden kann. Denn scheinbar glauben immer noch viele Blogger, das die Kennzeichnung als Werbung dieser Beiträgen nicht nötig oder gar auf freiwilliger Basis ist. Dem ist nicht so, denn gesetzlich ist das klar geregelt und Wer dem nicht nachkommt macht sich strafbar!

Schleichwerbung ist dabei das Stichwort, sofern sich jemand für die Thematik im detail interessiert um selbständig dazu recherchieren. 

Dazu mal nachfolgend ein Beispieltext, wovon ich manchmal mehrere pro Tag/Woche/Monat bekomme, in der sich irgendeine Person oder Firma vorstellt und mich ködern will. Dazu habe ich per (Text in Klammern) noch ein paar zusätzliche Information in den Text eingebaut.

Blogger mit Aufwandsentschädigung ködern.

Guten Tag,

mein Name ist Seraina Wyss (oder sonst wie, ändert sich beständig) und ich bin soeben auf Ihre Seite gestoßen. Meine Firma ist auf der Suche nach Partnern, die gegen eine Aufwandsentschädigung Fremdbeiträge auf Ihrer Seite veröffentlichen würden. Momentan arbeiten wir für einen renommierten iGaming Anbieter. (Firmenname ändert sich auch beständig.)

Beiträge werden von unseren Autoren individuell für die jeweilige Seite verfasst, sodass sie einen Mehrwert für die Leser bieten, inhaltlich zum Rest der Seite passen, und der Link zu unserem Kunden natürlich in den Text eingebunden ist.

Falls Sie Interesse haben, lasse ich Ihnen gerne weitere Informationen zukommen, ansonsten entschuldige ich mich dafür, Ihre Zeit in Anspruch genommen zu haben.

Viele Grüße und noch einen schönen Tag! (Mitunter wird sogar der jeweilige Tag und eigene Name genannt.)

 

Meistens kommt solch eine Anfrage von irgendeiner ausländischen Domain, was für mich schon das erste Warnzeichen darstellt. Vielfach werden diese Anfragen von meinem Mailserver direkt als Spam gekennzeichnet und somit bekomme ich selbige nie zu sehen. Zudem bin ich dabei meinen Mailserver so umzustellen, das solcherlei E-Mails direkt bouncen. Sollten dennoch mal Anfragen von Adressen aus der EU dabei sein, dann habe ich darauf ich mittlerweile eine von mir erstellte Musterantwort parat die ich als Antwort dazu dann abschicke.

Gesponserter Beitrag, nur wenn meine vermeintlichen Konditionen stimmen.

Sie wollen also meine Authentizität als Blogger gegenüber meinen Lesern für die Produkte ihrer Kunden einkaufen?

Gerne doch, aber eben jene Authentizität als Blogger hat ihren ganz speziellen eigenen Preis. Denn angenommen ich gehe auf ihr wie auch immer lautendes Angebot ein, dann steht fortan auf meinem Blogprojekt irgendein Text als Beitrag für die gesamte Laufzeit des Blog. Allerdings wollen sie dafür wahrscheinlich wohl nur ein mal Betrag-X bezahlen um dann eventuelle nachfolgende Texte in Auftrag zu geben.

365 Tage hat 1 Jahr in der Regel und der aktuell Bruttolohn pro Stunde aller Bundesländer des Jahr 2015 in Deutschland beträgt durchschnittlich in etwa 19,65€ gerechnet für alle Voll/Teilzeit-Beschäftigten.

Bloggen ist für mich eine Art von Leidenschaftlicher Vollzeit Beschäftigung, an der ich bisweilen nur die Kommentare sowie dem Vertrauen meiner Leser verdiene. Somit können sie sich wohl auch selbst ausrechnen das jegliche Art von Bewerbung der Produkte von Dritten, auf die ich NICHT aus eigenem Interesse heraus selbst gekommen bin für mich eben auch seinen ganz speziellen Preis hat.

Daneben existiert zudem noch jener Immaterieller Wert für mich bezogen auf den Blog und dessen Inhalte, der durch kein Geld der Welt aufzuwiegen ist!

Also rechnen sie schlicht mal aus, was dabei heraus kommt wenn sie 19,65€ durchschnittlichen Bruttolohn in der Stunde mit 6-8 Arbeitsstunden pro Tag multiplizieren und dieses Ergebnis dann mal 365 Tage ebenfalls multiplizieren. Das was dabei als Ergebnis heraus kommt, bezahlen sie jeweils für 1 Jahr und des weiteren für jedes folge Jahr so lange wie ihr Werbetext auf meinem Blog verfügbar sein sollte.

Sofern sie dieser Berechnung zustimmen, können sie ihren Text gerne verfassen und mir übermitteln sowie anschliessend die erste Zahlung für das laufende Jahr überweisen. Denn sie zahlen für das gesamte laufende Jahr und nicht nur für die noch kommenden Monate des aktuellen Jahres. Sollten sie dieser Berechnung nicht zustimmen, dann untersage ich hiermit ihnen jegliche weitere Kontaktaufnahme bezüglich meiner Person.

Mit freundlichem Gruß,

Der Inhaber dieser Domain.

Bisher hat NIEMAND dieser Rechnung zugestimmt, was mich auch nicht verwundert denn diese Art von Berechnung von Werbung ist zum einen wohl die ehrlichste überhaupt und zugleich auch die teuerste in mehrfacher Hinsicht für jede Person oder Firma. Davon mal abgesehen, habe ich solche Angebote immer zu abgelehnt und werde das auch weiterhin tun. Zudem wollten die meisten dieser Anbieter, das jene Texte nicht als „Werbetext“ oder „Gesponserter Beitrag“ gekennzeichnet werden und das geht gar nicht!

Gesponserte Beiträge zerstören die Authentizität jedes Blogger.

Durch jeden „Gesponserten Beitrag“ wird die Authentizität des Bloggers nachhaltig zerstört. Das ist meine Meinung dazu und ich begründe beziehungsweise erkläre diese Ansicht zu der Thematik sogar mit einem nachfolgenden Beispiel das zwar frei erfunden ist, ich aber zu oft schon so oder so ähnlich bei manchem Blog gesehen und mitverfolgt habe.

Ein kleines Gedankenspiel.

Angenommen ein Blogger nimmt diesen oben zitierten Text, mit der Anfrage nach eben jenem „Gesponserten Beitrag“ der als Köder bezüglich der Aufwandsentschädigung anzusehen ist, an und stellt dann diesen Werbetext in seinem Blog online. Vielleicht sogar noch nicht mal als Werbetext gekennzeichnet, was somit Schleichwerbung darstellt.

Wohlmöglich ist der Werbetext von Dritten oder gar selbst vom Blogger geschrieben, wodurch sich selbiger vermeintlich gut in den vorhandenen Inhalt des Blog einfügt. Weil da steht der Name des bisherigen Blogger drunter und zudem ist das ein Text wie jeder anderer auf diesem Blog. Lediglich das Thema ist ein etwas anderes, mit ein paar mehr Links als vielleicht bisher üblich sowie zudem manchem Affiliate/Verkaufs-Link anbei der nicht gleich als solcher erkennbar ist. Bestimmt nur ein unabsichtlicher Fehler des sonst so konformen Bloggers, der immer zu fein säuberlich auf seine Verweise geachtet hat.

Nun bemerkt ein (langfristiger) Leser aber das jener Text so gar nicht zum bisherigen Inhalt des Blog passt, bedingt durch die Links in dem Beitrag und vielleicht auch durch die Schreibweise. Darauf hin schreibt jener Leser wohlmöglich in die Kommentare eine Bemerkung dazu, dessen Inhalt den Unmut des Leser darstellt. Je nachdem wie der Blogger dazu steht, wird der Kommentar dazu beibehalten oder entsprechend moderiert. Also entweder gelöscht oder passend korrigiert im Sinne des Blogger, was absolut nicht geht.

Jetzt hat jener Blogger ein Problem, denn entdeckt heißt für die meisten Leser eben auch schuldig und damit einher geht der Verlust des Vertrauen in den Blog. Ganz gleich ob das nur ein sogzusagender Ausrutscher war, also eine einmalige Sache oder nur die spitze des sprichwörtlichen Eisberges darstellt. Die Leser eines Blog reagieren mitunter sehr unterschiedlich auf solch einen Vertrauensbruch, denn genau das ist jenes unterschieben von ungekennzeichneter Werbung für die Meisten.

Authentizität heißt Vertrauen, Ehrlichkeit, Wahrheitsgemäß für Blogger.

Aus meiner Erfahrung bezüglich andere Blogs hat sich herauskristallisiert, das die meisten Blogs nach so einer Enttarnung durch die Leser einen Großteil oder mitunter komplett ihre Authentizität verlieren. Also genau jenen Kernaspekt des Bloggen der wichtig ist und damit nach diesem Verlust des Vertrauen nur noch dahin dümpeln im Netz. Manch ein Blogger geht dann in die Vollen und schlachtet den Blog sodann richtig aus, was nur noch ein paar Monate gut geht da manche Suchmaschine solche übertriebene Häufung bei Entdeckung unmittelbar abstraft.

Gesponserte Beiträge, nicht gekennzeichnet Werbung, sind Dinge die ich absolut für ein Unding innerhalb der Blogosphäre halte und das schon seit ich mit dem Bloggen selbst angefangen habe. Das ist unverzeihlich, wenn ein Blogger sowas macht ohne darauf entsprechend sowie ausreichend hinzuweisen. Überhaupt sind solche „Gesponserten Beiträge“ oder „Banner/Layer Werbung“ ein GEHT GAR NICHT meiner Ansicht nach für jeden Blogger.

Weil die Art und Weise wie die Werbung bisher von den meisten Bloggern in deren Blogs verbaut ist, lässt den Eindruck entstehen das vielen scheinbar komplett egal ist WER mit WAS auf ihrem Blog werben tut. So lange das noch eine akzeptierte Gangart der Blogger ist, so lange sollte sich auch niemand über aufdringliche sowie über die Art und Weise der Gestaltung von Werbung im Allgemeinen beklagen.

2 Comments

  1. Pingback: Werbung

  2. Daniel

    Ich versteh den Unmut und bin ganz bei Dir. Das Internet wäre gar nicht so scharf auf Gastbeiträge, wenn die Reichweite nicht von den Links abhängig wäre. Damit meine ich die Rankingbestimmungen von Google, nicht die möglichen Leser, die man über tatsächliches Interesse am Beitragsinhalt gewinnen könnte. Wenn ich nicht vieles einfach abschmettern würde, bräuchte ich ein eigenes Zimmer für den Ramsch, der mir zugeschickt werden will. Ich versteh die Leute nicht. Natürlich gibt es Leitfiguren, die auch den Glauben an das Produkt steigern, aber das sind doch nicht Du und Ich.
    (Anmerkung des Administrator: Namen ersetzt/URL entfernt -Weil Werbung)

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